Bilder der Post von Postkarten
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Haus-Chronik
Unser "Gasthaus
zur Post" hat eine reiche Vergangenheit.
Seit 1602, viele Jahre vor dem
30 Jährigen Krieg, ist Georg Wagner
als Hausbesitzer genannt. Das Anwesen
gehörte zur St. Grego-rikirche.
Lehernsherr war das Kloster Bernried.
Die Witwe von Wagner heiratete 1638
den Simon Wiedemann. Er war Bäcker
von Beruf und seither ist der Hausname
"beim Bäckn" auf dem
Haus. Bis 1901 bleibt die Bäckerei
in diesem Haus. Zwei Generationen lang
gehört es der Familie Spenetsperger.
Die Witwe heiratet einen Johann Peyrlacher,
den Bruder vom "Alten Wirt"
Nicolaus Peyrlacher. Er ist also der
Onkel der Maria Agatha Bayerlacher,
berühmt als Stammmutter vieler
Uffinger Per-sönlichkeiten, wie
des Musikers Richard Strauss, der Bierbrauer
Pschorr, der Architekten G. und E.
von Seidl, des Dichters Ruederer, des
Malers Spitzweg, des Technikers Utzschneider
und anderer.
1746 brennt das Haus völlig
ab. Es übernimmt der Schwiegersohn
Mathias Jäger. In dieser Familie
bleibt das Haus 3 Generationen lang.
1854 kauft Leonhard Bärtl
die Bäpckerei. Die Bärtl
waren Besitzer des Schlemmerhofes in
Harberg. Dieser wurde abgeris-sen und
an dieser Stelle das Harberger Schlößchen
gebaut. Bärtl führt die Bäckerei
weiter, erwarb aber die Konzession
für ein Wirtshaus dazu. Den "Bäckerwirt"
nannte man ihn. Das Gasthaus bekam
den Namen "Zur Sonne". Ein
Teller mit dem Dekor "Zur Sonne"
ist bis heute erhalten geblieben.
Viele Vereine wählten den Gasthof
zu Ihrem Vereinslokal.
Schon im 19.Jahrhundert wurde beim
Bärtl Theater gespielt.
1900 kauft Bärtl das Nachbarhaus
"beim Gräsla". Er läßt
es nie-derreißen und errichtet
den Wirtsgarten. 1901 stellt
er den Bäk-kereibetrieb ein und
1912 baut er den Saal glleichlaufend
zum Gasthaus.
1922 kommt die Post, die bisher
im Bahnhof untergebracht war, in das
Haus. Seither heißt es nicht
mehr Gasthaus "Zur Sonne"
sondern "Zur Post". 1936
zieht das Postamt in das Haus gegen-über,
aber der Name "Gasthaus zur Post"
bleibt. In der ehema-ligen Poststelle
wird ein Metzgerladen eingerichtet.
1958 baut Bärtl den neuen
großen Saal. Die uralte Kegelbahn
im Wirtsgarten muß ihm Platz
machen.
1976 übernimmt Manfred
Kindsmüller, ein Verwalter von
Frau Bärtl, den Gasthof.
1986 kauft die Gemeinde Uffing
den "Gasthof zur Post" auf.
Sie renoviert das Haus, vor allem den
Saal. Dieser wird nun allen Be-dürfnissen
wie Veranstaltungen, Vorträgen,
Hochzeiten, Beerdi-gungen und Festen
aller Art gerecht. Rund 150 Personen
finden in dem Saal nun Platz.
Neben dem schönen Saal steht die
gemütliche Gaststube bereit, das
Poststüberl und im 1. Stock das
Schützenstüberl mit Schieß-anlage.
Im Sommer lädt der Biergarten
mit den fast 100 Jahre alten Kastanien
zur gemütlichen Einkehr.
1996 entstanden aus der ehemaligen
Metzgerei die 2 Neben-zimmer und dahinter
die neuen Toilettenräume.
Seit 1996 sind Sigi und Anne Lengger die neuen Pächter.
Die Besitzer bzw. Pächter
| Georg Wagner | 1602 - 1638 |
| Simon Wiedemann | 1638 - 1664 |
| Georg Spenetsperger | 1664 - 1700 |
| Gregor Spenetzperger | 1700 - 1721 |
| Johann Peyrlacher | 1721 - 1755 |
| Mathias Jäger | 1755 - 1796 |
| Johann Georg Jäger | 1796 - 1841 |
| Mathias Jäger | 1841 - 1854 |
| Leonhard Bärtl | 1854 - 1866 |
| Georg Bärtl | 1866 - 1899 |
| Georg Bärtl | 1899 - 1950 |
| Johann Paul Bärtl | 1950 - 1970 |
| Konrad Mohr, Pächter | 1970 - 1975 |
| Manfred Kindsmüller | 1976 - 1985 |
| Gemeinde Uffing | 1986 - |
| Enzo Bubisutti, Pächter | 1986 - 1991 |
| Manfred und Therese Oppermann, Pächter | 1992 - 1996 |
| Sigi und Anne Lengger, Pächter | seit 1996 |