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Biersorten |
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Univ.-Prof.
Dr.-lng. Eberhard Geiger Die Vielfalt der
deutschen Bierlandschaft ist einzigartig auf der Welt. Sie ist nicht
nur darin begr�ndet, da� es in Deutschland weitaus die meisten Brauereien
gibt, sondern vor allem auch in der Biertradition. Man denke allein
an die vielen kleinen Regional- und Hausbrauereien in Bayern. In der
Kenntnis und Erfahrung, da� das frischeste Bier (neben dem Freibier)
das beste Bier ist, liegt die �berlebenschance der kleinen Traditionsbrauer.
Und so behaupten sich viele genie�ens- und lebenswerte Bierspezialit�ten.
Aber auch Neuentwicklungen und Renaissancen wie alkoholfreie Biere,
Di�tbiere, Roggen- und Dinkelbiere, Dry- und Eisbiere bereichern unser
Spektrum und sichern bei entsprechender Qualit�t ihr Segment im Markt.
F�r den Laien und selbst f�r den Bierkenner ist es nicht mehr ganz
einfach, sich in diesem Angebot zurechtzufinden. Und schlie�lich m�chte
man ja wissen, was man trinkt. Zun�chst kann grundlegend zwischen
ober- und unterg�rigen Bieren differenziert werden. Sie unterscheiden
sich durch die in der G�rung verwendeten Hefe. Die oberg�rige Hefe
(Saccharomyces cerevisiae) steigt w�hrend des intensivsten G�rstadiums
an die Oberfl�che der g�renden W�rze und sollte auch dort geerntet
werden. Die unterg�rige Hefe (Saccharomyces carlsbergensis, syn. uvarum)
setzt sich w�hrend der nachlassenden G�rt�tigkeit am Boden des G�rgef��es
ab und kann von dort abgezogen werden. Innerhalb dieser beiden Kategorien
gibt es eine Vielzahl von Spielarten. So kann noch hinsichtlich der
Starke der Biere unterschieden werden (alkoholfrei bis Doppelbock),
nach dem Grad der Tr�bung (Kellerbier, Kristall- oder Hefeweizenbier)
und nach den eingesetzten Rohstoffen (Weizen, Roggen- oder Dinkelmalz).
Hinzu kommen regionale und saisonale Spezialit�ten. Folgendes Schema
soll eine �bersicht geben. Unterg�rige Biere
Oberg�rige Biere
Der Vollst�ndigkeit halber, aber auch der Eigenst�ndigkeit
halber sind folgende Spezialit�ten gesondert aufgef�hrt:
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Rohstoffe f�r unser Bier |
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Die
Einhaltung des Reinheitsgebotes aus dem Jahre 1516 gew�hrleistet die
hervorragende Qualit�t der in Deutschland gebrauten Biere. Demnach darf Bier
lediglich aus Malz, Hopfen, Wasser und Hefe gebraut werden. Braugerste Malz, die Seele des
Bieres Hopfen als w�rziges
Aroma Wasser Hefe
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Geschichte des Modegetr�nks Weizenbier |
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Weizenbier,
gebraut mit mindestens 50 Prozent Weizenmalz neben der sonst �blichen Gerste,
ist ein ganz typisch bayerisches Bier, eine mittelalterliche Spezialit�t, und
hei�t dort Wei�bier. Im Gro�raum M�nchen und S�dbayern ist es mit einem
Anteil von �ber 36 Prozent die am meisten getrunkene Biersorte vor dem
M�nchner Hellen, in ganz Bayern konnte es 1995 mit einem Anteil von rund 30
Prozent erstmals Marktf�hrer werden. Im vergangenen Jahr gab es nun erstmals
seit Jahrzehnten kein weiteres Wachstum mehr beim Wei�bierverbrauch in
Bayern, daf�r legt diese leicht s�uerliche, spritzige und s�ffige
Spezialit�t, die beinahe ausschlie�lich in S�ddeutschland gebraut wird, immer
weiter n�rdlich in der Bundesrepublik kontinuierlich zu und hat einen
Marktanteil von knapp 6 Prozent erreicht. Es verdr�ngt dort eher andere
oberg�rige Biere wie Alt oder K�lsch (nur aus Gerstenmalz bestehend), eine
echte Konkurrenz zum h�ufigsten getrunkenen deutschen Bier, dem Pils mit �ber
68 Prozent Anteil, ist das Weizenbier allerdings nicht. Auch wenn es immer
beliebter wird. Unterg�riges hatte
zun�chst keine Freunde Dann wurde oberg�riges
Brauen f�r jedermann verboten Wei�biertrend nicht
mehr aufzuhalten Seit 1789 d�rfen alle
Wei�bier brauen Nun beginnt der
Siegeszug �ber den blau-wei�en �quator |